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Regenwassernutzung Nutzen Sie das wertvolle Regenwasser Der Regen muss nicht unbedingt ungebraucht den Abfluss hinunter
fliessen. Erfahren Sie hier, wie Sie das Regenwassser sinnvoll nutzen
können. Regenwasser nutzen statt Trinkwasser verschwenden.
- Substitution von Trinkwasser
Optimales Medium für Pflanzen, um Mineralien aufzunehmen
1.Gartengießen Regenwasser ist weiches, d.h. kalkfreies Wasser und schon daher zum Gießen dem Trinkwasser vorzuziehen. 20 Gießtage mit je 150 l Bedarf ergeben eine Speichergröße von ca. 3.000 Liter. 2.Toilettenspülung Die Wasserzufuhr zu den Toiletten sollte in Neubauten auf jeden Fall vom anderen Leitungssystem getrennt installiert werden. Nur so ist ein späterer Umstieg auf Regenwasser ohne großen Aufwand möglich! 3.Waschmaschine Nach Untersuchungen aus Bremen und Hamburg gibt es keine
hygienischen Bedenken gegen den Einsatz von Regenwasser zum Wäschewaschen.
Das weiche Wasser spart zusätzlich Waschmittel sowie Enthärter
und verbessert insbesondere bei härteempfindlichen Seifenwaschmitteln
den Waschvorgang. Völlig unbeachtet sind dabei ökologische und volkswirtschaftliche Einsparungen, die eigentlich durch Fördergelder ausgeglichen werden sollten ! Dennoch kann bei Kosten zwischen 5.000 bis 9.000 DM, einer jährlichen Einsparung von 300 bis 500 DM von einer Amortisierung nach 10 bis 15 Jahren ausgegangen werden; bei einem Wasserpreis von 5 DM bereits nach 5 bis 7 Jahren ! Bei den in unserer Region bereits bestehenden und zu erwartenden
Wasser- und Abwasserpreisen ( derzeit etwa 6,80 DM für Abwasser und
2,75 DM für Trinkwasser ) ist die Frage der Amortisation bereits
wesentlich eher geklärt Grundsätzlich ist bei der Planung einer Anlage zur Nutzung von Regenwasser darauf zu achten, daß diese nahezu wartungsfrei ausgelegt wird und durch das Ausbleiben einer Wartung kein Schaden entstehen kann. Darüber hinaus muß die für die Anwendungsbereiche erforderliche Wasserqualität erzeugt werden und die Betriebssicherheit ständig gewährleistet bleiben. Diese Aufgabe können nur durch Komponenten gesichert
werden, die aufeinander abgestimmt sind und in sich ein System bilden.
Dieses System muß wartungsarm und betriebssicher sein. 1.Filtersystem Das Filtersystem bildet die erste Reinigungsstufe in der
Regenwasseranlage. Es dient dazu, feste Schmutzpartikel aus dem Regenwasser
zu filtern, ohne sie zurückzuhalten, d.h. es sollte sich nicht um
einen Retentionsfilter handeln, sondern um einen Filter, der sich selbst
reinigt und den Schmutz entsorgt. Der Regenspeicher dient, neben der Speicherung des Regenwassers,
auch als zweite Reinigungsstufe. Das Wasser im Behälter wird ruhig
gehalten, so daß die schweren Partikel sedimentieren ( absinken
) und leichtere Stoffe flotieren können. Durch die schwimmende Entnahmeleitung
kann dann das sauberste Wasser, ca. 15 cm unter der Wasseroberfläche,
abgesaugt werden. 3.Hauswasserwerk Das Hauswasserwerk dient zur Förderung des Wassers an die Entnahmestellen. Es ist so zu wählen, daß es leise, energiearm, korrosionsfest und wartungsfrei ist. 4.Systemsteuerung Ständige Betriebsbereitschaft der Regenwassernutzungsanlage bei Regenwassermangel erfordert den Einbau einer Trinkwassereinspeisung. Damit die Anlage unabhängig auf Wassermangel, Fehler oder Unregelmäßigkeiten selbständig reagieren kann, bedarf es einer intelligenten Steuerung. Die Systemsteuerung ist der zentrale Baustein der Regenwassernutzungsanlage, die den Grad der Bedienerfreundlichkeit und der Betriebssicherheit der gesamten Anlage entscheidend bestimmt. |
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