Regenwassernutzung

Nutzen Sie das wertvolle Regenwasser

Der Regen muss nicht unbedingt ungebraucht den Abfluss hinunter fliessen. Erfahren Sie hier, wie Sie das Regenwassser sinnvoll nutzen können.
Warum Regenwasser nutzen ?
Ohne Wasser kein Leben !

Regenwasser nutzen statt Trinkwasser verschwenden.
Schweizer Haushalte spülen 32% des Trinkwassers durch die Toilette. Mit weiteren 12% wird gewaschen, und 4% werden zur Gartenbewässerung gebraucht. Das sind 48% Trinkwasser, die mit einer Anlage zur Regenwassernutzung ersetzt werden könnten. So spart der Verbraucher wertvolle Ressourcen; zudem verkleinert sich der Wasseranfall in den Kläranlagen. Die Regenwassernutzungsanlagen von Tobler bieten die massgeschneiderte, vernünftige Lösung.

Regenwasser-Verteilnetz
Für die Verteilung des Regenwassers auf alle Zapfstellen bieten wir den nötigen und passenden Installationsbedarf. Der Kunde hat die Wahl zwischen V4A-Pressfittingsystemen, Kunstoff- oder Verbundrohren.

Wasserspeicher
Bezüglich Regenwasserspeicher bieten wir verschiedene Optionen: Variocistern ist ein flexibles, ausbaubares Speichersystem für die Installation im Keller. Auch für erdverlegte Anlagen führen wir Wasserspeicher in verschiedenen Grössenordnungen.

Regenwasser-Kompaktmodul
Für unsere Regenwasser-Nutzungsanlagen liefern wir kompakte Installationseinheiten mit Druckerhöhungsanlage, Pumpe, Absperrung, Entleerung, Wasseruhr und Rückspülfilter.

Regenwassernutzung ist in jedem Fall sinnvoll:
Jeder verbrauchte Liter Regenwasser spart einen Liter Trinkwasser
Durch Regenwassernutzung können Abwasseranlagen und Regenrückhaltebecken kleiner dimensioniert werden.


Schema einer Regenwassernutzungsanlage:


Der private Wasserbedarf hat sich in den letzten 30 Jahren um 50 Prozent erhöht. Erst seit den 90er Jahren geht der tägliche private Wasserverbrauch (Bevölkerung und Kleingewerbe) wieder etwas zurück. Er lag in der Schweiz pro Person 1994 bei ca. 135 Liter, 1995/1996 bei 132 Liter.
46 l Toilettenspülung
43 l Baden / Duschen
17 l Waschmaschine
10 l Putzen / Autowaschen
9 l Geschirrspülern
9 l Körperpflege
5 l Garten gießen
3 l Kochen / Essen


Davon können 40 – 60 % durch konsequente Regenwassernutzung eingespart werden !
Neben dem Vorteil, daß Regenwasser kostenlos ist, weder aufbereitet noch über lange Strecken transportiert werden muß, beruht die Regenwassernutzung auf folgenden zwei Hauptargumenten:

- Substitution von Trinkwasser
- Rückhaltung von Regenwasser


Die Nutzung hat auch aufgrund der Eigenschaften des Regenwassers weitere positive Nebeneffekte:

Optimales Medium für Pflanzen, um Mineralien aufzunehmen
Bessere Waschwirkung, wodurch 50 Prozent des Waschmittels eingespart werden kann
Kein Verkalken der Waschmaschine
Kein Urinstein im WC
Zentrale Rückhaltebecken für das Regenwasser können kleiner dimensioniert werden
Kompensation von Abflußspitzen im Kanalnetz bei starken Regenereignissen.
Nach einer Greenpeace-Studie, die auf der Berliner Klimakonferenz vorgestellt wurde, nahmen in Deutschland die Regenfälle zwischen 1931 und 1989 insgesamt um 26% zu – ein weiterer Grund für die Regenwassernutzung.

Verwendungszwecke:

1.Gartengießen

Regenwasser ist weiches, d.h. kalkfreies Wasser und schon daher zum Gießen dem Trinkwasser vorzuziehen. 20 Gießtage mit je 150 l Bedarf ergeben eine Speichergröße von ca. 3.000 Liter.

2.Toilettenspülung

Die Wasserzufuhr zu den Toiletten sollte in Neubauten auf jeden Fall vom anderen Leitungssystem getrennt installiert werden. Nur so ist ein späterer Umstieg auf Regenwasser ohne großen Aufwand möglich!

3.Waschmaschine

Nach Untersuchungen aus Bremen und Hamburg gibt es keine hygienischen Bedenken gegen den Einsatz von Regenwasser zum Wäschewaschen. Das weiche Wasser spart zusätzlich Waschmittel sowie Enthärter und verbessert insbesondere bei härteempfindlichen Seifenwaschmitteln den Waschvorgang.


Wirtschaflichkeitsbetrachtung:
Die Herstellungskosten schwanken stark je nach Größe und Bauart. Umgekehrt kann eine exakte Rentabilitätsvorschau nicht durchgeführt werden, da die Kostensteigerungen im Wasser und Abwasserbereich nur schwer abzuschätzen sind.

Völlig unbeachtet sind dabei ökologische und volkswirtschaftliche Einsparungen, die eigentlich durch Fördergelder ausgeglichen werden sollten ! Dennoch kann bei Kosten zwischen 5.000 bis 9.000 DM, einer jährlichen Einsparung von 300 bis 500 DM von einer Amortisierung nach 10 bis 15 Jahren ausgegangen werden; bei einem Wasserpreis von 5 DM bereits nach 5 bis 7 Jahren !

Bei den in unserer Region bereits bestehenden und zu erwartenden Wasser- und Abwasserpreisen ( derzeit etwa 6,80 DM für Abwasser und 2,75 DM für Trinkwasser ) ist die Frage der Amortisation bereits wesentlich eher geklärt


Zum richtigen Anlagesystem gehören heutzutage vier Komponenten:
Filtersystem
Regenspeicher
Hauswasserwerk
Systemsteuerung mit integrierter Trinkwassereinspeisung


Das richtige Anlagesystem

Grundsätzlich ist bei der Planung einer Anlage zur Nutzung von Regenwasser darauf zu achten, daß diese nahezu wartungsfrei ausgelegt wird und durch das Ausbleiben einer Wartung kein Schaden entstehen kann. Darüber hinaus muß die für die Anwendungsbereiche erforderliche Wasserqualität erzeugt werden und die Betriebssicherheit ständig gewährleistet bleiben.

Diese Aufgabe können nur durch Komponenten gesichert werden, die aufeinander abgestimmt sind und in sich ein System bilden. Dieses System muß wartungsarm und betriebssicher sein.


Bild: Externes Speicher System


Zum richtigen Anlagensystem gehören heutzutage vier Komponenten:

1.Filtersystem

Das Filtersystem bildet die erste Reinigungsstufe in der Regenwasseranlage. Es dient dazu, feste Schmutzpartikel aus dem Regenwasser zu filtern, ohne sie zurückzuhalten, d.h. es sollte sich nicht um einen Retentionsfilter handeln, sondern um einen Filter, der sich selbst reinigt und den Schmutz entsorgt.


Bild: Externes Speicher System


2.Regenspeicher

Der Regenspeicher dient, neben der Speicherung des Regenwassers, auch als zweite Reinigungsstufe. Das Wasser im Behälter wird ruhig gehalten, so daß die schweren Partikel sedimentieren ( absinken ) und leichtere Stoffe flotieren können. Durch die schwimmende Entnahmeleitung kann dann das sauberste Wasser, ca. 15 cm unter der Wasseroberfläche, abgesaugt werden.


Bild: Internes Speicher System

3.Hauswasserwerk

Das Hauswasserwerk dient zur Förderung des Wassers an die Entnahmestellen. Es ist so zu wählen, daß es leise, energiearm, korrosionsfest und wartungsfrei ist.

4.Systemsteuerung

Ständige Betriebsbereitschaft der Regenwassernutzungsanlage bei Regenwassermangel erfordert den Einbau einer Trinkwassereinspeisung. Damit die Anlage unabhängig auf Wassermangel, Fehler oder Unregelmäßigkeiten selbständig reagieren kann, bedarf es einer intelligenten Steuerung. Die Systemsteuerung ist der zentrale Baustein der Regenwassernutzungsanlage, die den Grad der Bedienerfreundlichkeit und der Betriebssicherheit der gesamten Anlage entscheidend bestimmt.