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Minergie

Behaglich wohnen entspricht seit jeher einem menschlichen Grundbedürfnis. Beschränkte sich früher die Heizung auf das Wohnzimmer, werden heutzutage praktisch sämtliche Wohnräume auf 20 Grad geheizt und so bewohnbar gemacht. Dadurch wurde der Energieverbrauch für Heizungen innert zwanzig Jahren mehr als verdreifacht. Bei vielen bestehenden Häusern treten zudem bauphysikalische Probleme auf: Warme, feuchte Raumluft kondensiert hinter Schränken und dicken Vorhängen an den kalten Aussenwänden, und es kommt zu Schimmelpilz-Bildung.

Tempi passati. Heute ist es möglich, bei bedeutend geringerem Energieverbrauch eine Steigerung der Wohn- und Lebensqualität zu erreichen. Mit Häusern, die dem MINERGIE-Standard entsprechen. MINERGIE-Häuser ermöglichen eine hohe Lebensqualität, verbrauchen aber nur soviel Energie, dass sie aufgrund anerkannter Kriterien langfristig umweltverträglich sind.

Drei Kriterien entscheiden

Die drei wichtigsten Voraussetzungen, um den MINERGIE-Standard zu erreichen:

  • eine dichte Hülle (damit auch bei Wind keine kalte Luft hereinzieht)
  • eine dicke Wärmedämmung (damit im Winter die Wärme nicht durch Wände, Dach und Fenster verlorengeht und im Sommer nicht hereinkommt)
  • ein gutes Belüftungssystem (damit die Vorteile der Dichtheit und Wärmedämmung nicht wegen geöffneten Fenstern für die Frischluftzufuhr zunichte gemacht werden müssen). Wird das Haus zudem kompakt gebaut, wird ein so tiefer Energieverbrauch erreicht, dass die Wahl der Heizart unwichtig wird. Selbst erneuerbare Energien (z.B. Umgebungswärme mit Wärmepumpe, Holz oder Sonnenwärme) werden in der erforderlichen geringen Menge günstig; bei Gas- oder Ölheizung fällt die Umweltbelastung nicht mehr ins Gewicht.