Wie
funktioniert
eine Wärmepumpe?
Die Sonne spendet rund drei Viertel der benötigten
Energie durch Umweltwärme - gespeicherte Sonnenwärme in Erdreich,
Wasser und Luft. Durch den Einsatz dieser Wärme und etwa einem Viertel
elektrischer Antriebsenergie beheizt die Wärmepumpe Ihre Räume.
Den Transport der Wärme übernimmt ein Arbeitsmittel.
In der Wärmepumpe wird dieses verdampft, verdichtet, verflüssigt
und entspannt. Dazu ist Strom für den Antrieb des Verdichters nötig.
Das Arbeitsmittel zirkuliert in einem geschlossenen Kreislauf. Es
verdampft bei niedrigen Temperaturen und verflüssigt sich bei hohen
Temperaturen.
Die Wärmepumpe arbeitet im Prinzip
wie der Kühlschrank. Der Kühlschrank entzieht den Lebensmitteln
Wärme und gibt diese über seine Rückseite an den Raum ab. Die Wärmepumpe
entzieht der Umgebung Wärme, die zum Heizen und Warmwasserbereiten
genutzt werden kann:
In der Wärmepumpe zirkuliert ein Kältemittel,
das einer Wärmequelle Wärme entzieht. (Das Erstaunliche dabei ist:
Als Wärmequelle gilt auch kalte Luft oder Wasser.)
Bei Wärmezufuhr verdampft das Kältemittel. Das
dampfförmige Kältemittel kommt jetzt in einen Verdichter (Kompressor),
in dem der Druck erhöht wird. Dadurch erhöht sich auch die Temperatur
so weit, dass die der Wärmequelle entzogene Wärme im Verflüssiger
an ein Heizsystem abgegeben werden kann.
Durch die Wärmeabgabe wird wird das Kühlmittel
wieder flüssig, im Expansionsventil entspannt es sich auf niederen
Druck und niedrigere Temperatur. Der Kreislauf beginnt von vorne.

Mit
der Wärmepumpe um 50% geringere Heizkosten
Mit der Wärmepumpe kostengünstig und umweltfreundlich
heizen ! Ein Beispiel hat gezeigt, dass man mit der Wärmepumpe um
bis zu 50% günstiger heizen kann als mit einer Ölheizung.
- Warum einen elektrischen Antrieb?
Ganz einfach, Elektromotoren haben sich seit Jahrzehnten
bewährt. Sie sind technisch ausgereift, arbeiten leise und es
entsteht vor Ort kein Abgas. Die Lebensdauer ist hoch und der
Wartungsaufwand gering.
Im Neubau sorgen Sie als umweltbewußter Bauherr
für die richtigen Voraussetzungen: Einen guten baulichen Wärmeschutz
und eine Niedertemperaturheizung. Diese Massnahmen machen sich
langfristig bezahlt und sichern eine gute Wohnqualität. Für den
Betrieb einer Wärmepumpe ist eine Fussbodenheizung
besonders vorteilhaft. Sie kommt mit einer niedrigen Vorlauftemperatur
(30 - 40 °C) aus. Die Fußbodenheizung verbessert auch das Raumklima,
vermittelt ein angenehmeres Wärmeempfinden bei geringeren Raumtemperaturen
und benötigt keinen zusätzlichen Platz für störende Heizkörper.
Die Wärmepumpe mit Niedertemperaturheizungssystem sorgt für wohlige
Wärme in allen Räumen.
- Welche Wärmequellen bieten sich an?
Die in den Wärmequellen Erdreich, Wasser und Luft
gespeicherte Sonnenenergie lässt sich mit der bewährten Wärmepumpentechnik
nutzen.
Erdreich ist ein guter Wärmespeicher, um
eine Wärmepumpe zu betreiben, da die Temperatur das ganze Jahr
über relativ konstant ist. Für ein Rohrschlangensystem, das 20
cm unterhalb der Frostgrenze verlegt wird, muss ein entsprechend
grosses Grundstück vorhanden sein. Reicht die Grundstücksfläche
nicht aus, können Erdsonden verwendet werden. Sie werden senkrecht
durch ein Bohrverfahren in den Boden eingelassen. Sie bieten sich
bei kleinen Grundstücken oder bereits bestehenden Gebäuden an.
Grundwasser ist der ideale Speicher für
Sonnenwärme. Der Vorteil liegt in der konstanten Temperatur. Selbst
an kältesten Wintertagen besitzt das Wasser eine Temperatur von
+7 bis +12 °C. Leider steht Grundwasser nicht überall und in ausreichender
Menge und Qualität zur Verfügung. Wo es aber als Wärmequelle genutzt
werden kann, lohnt sich der Einsatz. Für die Nutzung muss die
Zustimmung des Landeswasserbauamtes eingeholt werden. Weiters
sollten Informationen über die Wasserqualität eingeholt werden,
um die Verträglichkeit des Grundwassers zu überprüfen.
Luft als Wärmequelle gibt es überall. Der
bauliche Aufwand ist gering. Ein Nachteil der Luft-Wärmepumpe
ist, dass die Heizleistung bei fallender Aussentemperatur sinkt,
d. h. wenn es draussen sehr kalt und somit der Wärmebedarf gross
ist, steht eine niedrige Heizleistung zur Verfügung. Daher bietet
sich ein bivalenter Betrieb mit einem zweiten Wärmeerzeuger an.
Obwohl Wärmepumpen leise laufen, entstehen bei Luftwärmepumpen
Geräusche, die innerhalb der Vorschriften liegen, aber nicht unhörbar
sind. Deshalb sollte der Aufstellort sorgfältig gewählt werden,
um eventuelle Probleme mit Nachbarn zu vermeiden.
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